Klimaschutz bei der Ernährung

Eines ist sicher: Der Ernährungsbereich ist in der öffentlichen Meinung der am meisten unterschätzteste Bereich, wenn es um Klimaschutz geht. Dabei können wir gerade bei der Ernährung enorm viele Treibhausgase einsparen – oft mehr als in anderen Lebensbereichen wie Heizen, Energie oder Verkehr.

Der wichtigste Punkt: Je weniger Tierprodukte, desto besser fürs Klima. Pflanzliche Lebensmittel verursachen immer deutlich weniger klimaverändernde Gase als vergleichbare Tierprodukte – nicht selten nur ein Zehntel davon! Der Beitrag von Tierprodukten an der weltweiten Klimaveränderung wird von vielen renommierten Institutionen wie der UNO-Landwirtschaftsorganisation FAO höher eingestuft als der gesamte weltweite Verkehr mit allen Flugzeugen, LKWs, Autos, Schiffen, Zügen usw. zusammen.

Wichtig ist auch, auf Regionalität und Saisonalität zu achten, wobei wir aber nicht vergessen sollten, dass unsere eigene Einkaufsfahrt manchmal weit mehr wiegt als der Transport von Lebensmitteln um die halbe Welt. Beim Transport der Lebensmittel bis zum Einkaufsmarkt werden nämlich üblicherweise sehr hohe Mengen auf einmal transportiert, wodurch der Anteil der Treibhausgase vom Transport für ein Kilogramm des Lebensmittels oft gar nicht so hoch ist wie vermutet. Wenn wir selbst dann aber zum Einkauf ein paar Kilometer mit dem Auto fahren und auch nur wenig einkaufen, kann unser Anteil für ein Kilogramm des Lebensmittels oft viel höher sein.

Ein weiterer Schritt zum Klimaschutz: Bioprodukte bevorzugen! Mehr noch als das Klima schützen Bioprodukte zudem auch die Böden, das Wasser und die Artenvielfalt.

Und nicht zuletzt: Auch bei der Lagerung der Nahrungsmittel können wir Energie sparen und damit das Klima schützen: Durch effiziente Kühlgeräte, oder beispielsweise durch die Bevorzugung frischer Lebensmittel, die rasch verarbeitet werden, anstatt das Essen wochenlang tiefgekühlt zu lagern.

Für das Klima

Die Produktion von Tierprodukten bzw. die Tierhaltung haben enorme Auswirkungen aufs Klima.

Eine groß angelegte, multidisziplinäre Studie aus den Niederlanden (NEAA, 2009) zeigt, dass wir die Reparaturkosten für das Weltklima bis 2050 fast komplett einsparen könnten, wenn wir weltweit auf tieriche Produkte verzichten würden: In konkreten Zahlen: Von 40 Billionen (40.000.000.000.000) US Dollar würden wir dabei weltweit 32 Billionen Dollar  einsparen, um die Treibhausgase in der Atmosphäre bis 2050 auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren. Aber auch andere renommierte Institutionen haben den drastischen Einfluss der Tierhaltung auf den Klimawandel errechnet: So schätzte 2006 die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO den Anteil der Tierhaltung an den von Menschen gemachten Treibhausgasemissionen auf 18 %. Das ist bereits mehr als der weltweite Verkehr zusammen. Und das Worldwatch-Institut bezifferte 2009 den Einfluss der Tierhaltung auf den Klimawandel gar mit 51 %.

Aber warum ist die Produktion von Tierprodukten im Vergleich zu pflanzlichen Nahrungsmitteln so umwelt- und klimabelastend?

Die Produktion tiericher Lebensmittel verlängert die Nahrungskette von der Pflanze zum Menschen um das Tier. Die meisten Kalorien der Futtermittel gehen bei der Fleischerzeugung für den Stoffwechsel des Tieres sowie für Wachstum von Knochen und Ähnlichem verloren. Dadurch bleibt von der Nahrungsenergie des Futters nur ein kleiner Teil übrig, der letztlich zu Fleisch wird. Um 1 kg Fleisch zu erzeugen benötigt man grob 6 – 16 kg Getreide beziehungsweise Soja. Dabei gehen 89 – 97 % der eingesetzten Futterenergie, 80 – 96 % des Eiweißes, 99 % der Kohlenhydrate und 100 % der Ballaststoffe verloren. Tierische Produkte zu meiden, ist der weitaus effektivste Schritt um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken.

Sieht nach Verschwendung aus, und eine solche ist es tatsächlich:

Um Fleisch zu produzieren sind sehr große Anbauflächen für Futtermittel nötig, viel davon in Übersee. Wenn die Fläche nicht mehr reicht, wird oft Regenwald brandgerodet, was enorme Mengen an Kohlendioxid (CO2) freisetzt, und den Wald, der zudem CO2 binden und Sauerstpoff produzieren könnte, vernichtet. Doppelt schlecht für das Klima. Große Futteranbauflächen und enorme Mengen Futtermittel bedeuten oft auch größeren maschinellen Einsatz von Landmaschinen und mehr Transporte, was erhöhte CO2-Emissionen nach sich zieht. In der Regel verursachen Tierprodukte auch mehr Gülle- oder Kunstdüngerausbringung, was wiederum die Emissionen von Lachgas und auch Methan, zwei weiteren bedeutenden Treibhausgasen, in die Höhe treibt. Wiederkäuer wie Rinder und Schafe bilden in ihren Mägen große Mengen Methan. 80 % des gesamten Methanausstoßes in der Landwirtschaft entstehen auf diese Weise.

Pflanzliche Nahrungsmittel hingegen halten die Nahrungskette (Pflanze – Mensch) kurz und sind weitaus effizienter und klimaschonender als Tierprodukte!  Das hat eine kürzlich von Greenpeace Österreich und dem Vegetarierbund Deutschland in Auftrag gegebene Studie des Sustainable European Research Institute (SERI) gezeigt. Über sieben Millionen Tonnen CO2 ließen sich allein in Deutschland einsparen, würde man Hackfleisch durch Sojafleisch ersetzen.

Es war zu erwarten, dass die Ökobilanz von Fleischalternativprodukten gegenüber Fleisch besser ausfallen würde, aber das Ergebnis überraschte sogar die Wissenschaftler. Selbst konventionelles Sojafleisch aus brasilianischen Sojabohnen ist immer noch viermal klimafreundlicher als Bio-Hackfleisch und hat einen deutlich geringeren Flächenbedarf. Selbstverständlich empfehlen und verwenden wir ausschließlich Soja-Produkte, die nicht gentechnisch verändert wurden. Außerdem bevorzugen wir, wo immer möglich, biologisch und regional erzeugte Produkte.

Bio-Sojafleisch schneidet noch einmal besser ab: die jährlich benötigte Landfläche für ein Kilogramm der Fleischalternative beträgt lediglich 0,73 m². Ein Kilogramm Bio-Hackfleisch schlägt mit ganzen 46,02 m² zu Buche. Diese Zahlen sprechen für sich! Hinzu kommt, dass Sojafleisch einen Wareneinsatz von gerade einmal 1,60 Euro je Kilogramm aufweist, während für ein Kilogramm Hackfleisch etwa 4,50 Euro aufgewendet werden müssen.

Produkte aus ökologischer Landwirtschaft sind meist klimaschonender als solche aus konventioneller Landwirtschaft.

Speziell die Vermeidung von leichtlöslichen Stickstoff-Mineraldüngern reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen wesentlich, da zur Herstellung dieser Kunstdünger große Mengen an Erdgas und Erdöl benötigt werden. Und noch wichtiger: Der Mineraldüngereinsatz verursacht deutlich höhere Lachgas-Emissionen als organische Dünger. Lachgas ist eines der Treibhausgase, die für den Klimawandel Hauptverantwortlich sind.

Bio-Ackerböden haben fast immer höhere Humusgehalte und binden daher wesentlich größere Mengen an Kohlendioxid als konventionell bewirtschaftete Böden.

Zudem sind Importe von Futtermitteln wie Soja aus Übersee in der biologischen Landwirtschaft kaum bis gar nicht üblich und in vielen Bio-Gütesiegel-Programmen sogar explizit untersagt.

Gerade der Sojaanbau für Futtermittel, die in der konventionellen Intensivtierhaltung verwendet werden, ist ein Hauptverursacher für die Brandrodung von Regenwäldern. Über 80 Prozent der Weltsojaernte landen als Tierfutter in der konventionellen Landwirtschaft, darunter fast die gesamte Population gentechnisch veränderter Sojabohnen sowie fast alle Sojabohnen aus Regenwaldgebieten.

Die genannten Vorteile der Biolandwirtschaft überwiegen die möglichen Nachteile wie den teilweise größeren Flächenverbrauch wegen geringeren Erträgen pro Quadratmeter.

Diese Nachteile sind aber die Ausnahmen von der Regel: Insgesamt betrachtet schont die ökologische Landwirtschaft das Klima und die Umwelt. Weiterhin fördert sie: Humusbildung, Artenvielfalt, Energieeinsparung und Gewässerschutz.

Anmerkung:

In diese Bilanz wurden die Verarbeitung und Kühlung der Nahrungsmittel sowie Transporte einbezogen, sofern sie relevante Prozessschritte darstellen.

Um die Emission aller Treibhausgase mit einem Wert quantifizieren zu können, wird die Klimawirksamkeit von Gasen wie Methan oder Lachgas in die von Kohlendioxid umgerechnet. Dieser Wert wird als CO2-Äquivalentwert (CO2e) bezeichnet.

Regional erzeugte Produkte verursachen tendenziell weniger Treibhausgasemissionen als aus fernen Ländern importierte.

Allerdings nicht immer: So können heimische Tomaten aus einem beheizten Glashaus im Winter durchaus eine schlechtere Klimabilanz aufweisen als importierte Tomaten, die im Süden unter freiem Himmel gewachsen sind. Und heimisches Rindfleisch besitzt eine weit schlechtere Klimabilanz als importierter Reis aus Vietnam.

Zurück zu den heimischen Tomaten aus dem beheizten Glashaus: Hier kommt das Wort „saisonal“ ins Spiel, denn Tomaten haben hierzulande im Winter eben nicht Saison. Wenn wir also „regional“ und zugleich „saisonal“ einkaufen, dann gilt speziell bei gleichen Produkten die Regel: Je kürzer die Transportwege sind und je saisonaler wir konsumieren, desto besser.

Wichtig beim Transport ist aber auch der abschließende Einkauf des Endverbrauchers. Lange Fahrten zum Einkaufsort und geringe Einkaufsmengen sind besonders schlecht für das Klima, und oft viel entscheidender als die Herkunft der Produkte selbst. Doch wenn wir auch das noch beherzigen gilt: Rationalität und Saisonalität haben Vorrang!

Ein weiterer wichtiger Faktor in der Klimabilanz unserer Ernährung ist die Lagerung und Verarbeitung.

Tiefgekühlte Lebensmittel benötigen schon in der Verarbeitung viel Energie. Aber vor allem später bei der Aufrechterhaltung der Kühlkette und bei der weiteren Lagerung wird viel Energie benötigt. Das verursacht erhebliche Treibhausgas-Emissionen. Auch andere Formen der Haltbarmachung von Lebensmitteln, wie Kühllagerung, oder auf Erhitzung basierende Methoden wie Pasteurisierung, Sterilisation, Blanchieren oder Trocknung verbrauchen viel Energie.

Ein Kilogramm rohe Kartoffeln, das im Keller ohne künstliche Kühlung gelagert werden kann, verursacht laut Öko-Institut Freiburg nur rund 4 % der Klimabelastung verglichen mit einem Kilogramm Tiefkühl-Pommes-Frites. Gering verarbeitete Produkte sind daher in der Regel klimafreundlicher als stärker verarbeitete Produkte. Die letzte Verarbeitung zuhause, also das Kochen, Braten, Backen usw., spielt abschließend nochmals eine Rolle in der Gesamtbilanz eines Lebensmittels.

Zusammengefasst sind pflanzliche Produkte, also z. B. Gemüse oder Obst, die regional und saisonal mit dem Fahrrad oder zu Fuß gekauft werden, die keine spezielle Lagerung benötigen und die vielleicht sogar noch roh verzehrt werden können, ideal für eine perfekte Klimabilanz.

Um es bei diesen vielen Einflussfaktoren nochmals klar zu betonen: Die deutlichste Entlastung für das Klima ist durch eine Reduktion von Tierprodukten erreichbar.

Fleischalternativprodukte aus Soja sind grundsätzlich frei von gentechnisch veränderten Organismen

Die Sojabohne gehört zu den besonders häufig gentechnisch veränderten Nahrungspflanzen. Jährlich landen mehr als 80 Prozent der Weltsojaernte in den Futtertrögen der Nutztiere. Das macht die gesamte Population gentechnisch veränderter Sojabohnen sowie fast den kompletten Bestand von Soja aus Regenwaldgebieten aus. Sojabohnen, die die Grundlage für verschiedenartige Fleischalternativen bilden, stammen in der Regel aus Regionen, für die keine Regenwälder gerodet wurden. Oftmals stammen sie sogar aus Europa (z.B. Österreich). Wir garantieren, dass alle von uns empfohlenen und verwendeten Soja-Produkte, ob sie nun das Bio-Siegel tragen oder nicht, frei sind von gentechnisch veränderten Organismen.

Für Ihr Unternehmen

Ein nachhaltiges Konzept für die Großküche schont Ressourcen im ökologischen und im betriebswirtschaftlichen Sinne.

Das zeigt sich zunächst einmal direkt beim Wareneinsatz: Die in der klimafreundlichen Küche bevorzugten pflanzlichen Zutaten sind kostengünstiger als tierische. Sojafleisch kostet beispielsweise 1,60 Euro pro Kilogramm (umgerechnet in Feuchtmasse), während Fleisch mit durchschnittlich 4,00 Euro pro Kilogramm zu Buche schlägt.

Zur Veranschaulichung: Vergleicht man den Wareneinsatz für ein herkömmliches Rindsgulasch mit dem Wareneinsatz für ein pflanzliches Gulasch aus der GV-nachhaltig-Rezeptsammlung (Gulasch à la Moschinski), ist auf den ersten Blick erkennbar, dass hier Einsparungspotenzial vorhanden ist. Das Ersetzen von Rindfleisch durch ein Alternativprodukt aus der GV-nachhaltig-Produktdatenbank senkt den Wareneinsatz um 24 Cent pro Portion. Das sind 240 Euro Ersparnis bei 1 000 Portionen.

Jörg zur Oven vom Deutschen Studentenwerk bestätigt: „Die Einführung eines Klima-Essens hat einen positiven Effekt auf den Wareneinsatz und das bei steigender Nachfrage.“

Eine Umfrage unter Mensagästen, die im Auftrag des ARD an der Universität Bochum durchgeführt wurde, hat ergeben, dass 88 Prozent der Gulasch essenden Gäste nicht gemerkt haben, dass im Gulasch kein Fleisch enthalten war.

Ein Grundgedanke, von dem auch die Gäste profitieren – durch eine attraktivere Preisgestaltung und mit Lerneffekt für zu Hause, denn Untersuchungen belegen, dass auch im privaten Einkauf mit einer ausgewogenen vegetarischen oder veganen Ernährung Geld gespart werden kann.

Mittelfristig lässt sich bei positiver Resonanz der Gäste, der Einsatz von Fleisch und anderen tierischen Produkten konsequent reduzieren. Das spart wiederum Kosten für Lagerung und Verarbeitung – ein nicht unerheblicher Faktor.

Nicht zuletzt besteht eine realistische Möglichkeit, die Gäste für eine gesündere, ausgewogenere und fleischreduzierte Ernährung zu sensibilisieren. Mit wirtschaftlich spürbaren Resultaten: Ernährungsassoziierte Erkrankungen verursachen in Deutschland etwa ein Drittel der gesamten Kosten im Gesundheitswesen. Das sind mehr als 90 Milliarden Euro pro Jahr – von denen ein Großteil durch eine vernünftige Ernährung vermeidbar wäre. Auch die Anzahl der Tage im Krankenstand ließe sich deutlich senken.

Pflanzliche Zutaten sind nicht nur klimafreundlich und günstig, sondern auch eine gute Grundlage für ein gesundes Verpflegungsangebot.

Die moderne Gemeinschaftsverpflegung setzt zunehmend auf ein Angebot gesunder Produkte – nicht zuletzt, weil die Gäste dieses verstärkt nachfragen. Zu Recht, denn eine durchdachte Mittagsmahlzeit kann die tägliche Leistungsfähigkeit steigern, was vor allem für Betriebs-, Schul- und Universitätsverpflegungen interessant ist.

Die Versicherungskammer Bayern geht seit Jahren neue Wege bei der Betriebsgastronomie, unter anderem wurde vor zwei Jahren ein vegetarischer Tag in ihren Casinos eingeführt. Darüber hinaus gibt es weitere Maßnahmen rund um das Thema Ernährung und Gesundheit. Neben diversen Gesundheitsaktionen und einem hauseigenen Newsletter gibt es tagesaktuelle Ernährungsempfehlungen und individuelle Ernährungsberatungsgespräche.

Argumente für eine gesundheitsbewusste GV-Philosophie bietet eine Studie, die den Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung, Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz offenkundig aufzeigt. Verglichen wurden die Auswirkungen einer Mittagsmahlzeit, die den von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) als „gesund“ empfohlenen Richtwerten entspricht und die einer „ungesunden“ Mahlzeit.

Das Ergebnis: Ein Mitarbeiter fühlt sich wohler, wenn er sich gesund und zugleich ausgewogen ernährt. Typische „Mittagtiefsymptome“ (Stichwort „Suppenkoma“) wie Völlegefühl, Sodbrennen oder Müdigkeit kommen seltener vor, wenn er zu Mittag eine gesunde Mahlzeit zu sich nimmt.

Dieses Wohlbefinden kann wiederum Einfluss auf die individuelle Leistungsfähigkeit nehmen. Vier durchgeführte Konzentrationstests zeigten, dass Teilnehmer, die gesunde Mittagsmahlzeiten zu sich nahmen, um bis zu 3 Prozent bessere Ergebnisse erzielten.

Klimafreundliche pflanzliche Zutaten machen es in der Regel einfach, eine gesunde Mahlzeit anzubieten, da sie eine niedrige Energiedichte bei hohem Nähr- und Wirkstoffgehalt aufweisen.

Neben der unmittelbaren Leistungssteigerung können sich auch langfristig positive Effekte einstellen: Eine Gemeinschaftsverpflegung, die verstärkt auf schmackhafte und kreative vegetarische Gerichte setzt und zusätzlich Informationsmaterialien über die Hintergründe zur Verfügung stellt, bietet den Gästen eine überzeugende Motivation für eine gesündere, ausgewogene Ernährung und einen maßvolleren Umgang mit Fleisch. Hier sind innovative Kommunikationskonzepte gefragt, die den Gast dazu animieren, neu gewonnene Erkenntnisse in der Praxis zu erproben. Durch ein neues Kommunikationskonzept, das jüngst mit dem INTERNORGA Zukunftspreis 2013 ausgezeichnet wurde, versucht die Versicherungskammer Bayern diesem Anspruch gerecht zu werden.

Ernährungsexperten halten den zu hohen Pro-Kopf-Verzehr an Fleisch, Fisch und anderen tierischen Produkten für einen wesentlichen Auslöser vieler ernährungsmitbedingter Krankheiten z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes. 1,2 Kilogramm pro Woche verzehrt der Bundesbürger – maximal 300 bis 600 Gramm in der Woche werden je nach körperlicher Konstitution empfohlen. Eine vegetarische Ernährung wird mittlerweile auch von der DGE empfohlen.